Kapha_manDas Vata Dosha ist  für alle Bewegungsabläufe im Körper zuständig.

Körperfunktionen wie das Ein- und Ausatmen, die Fortbewegung (Peristaltik) im Darm, die Bewegungen der Gelenke, Muskeln und Wirbel, der Dynamnik des Kreislaufs, selbst unsere Gedankenabläufe werden von Vata Dosha gesteuert. Das Vata Dosha entsteht aus den Elementen Wind und Raum (Äther).

Wind ist etwas bewegliches, und eine der wichtigsten Aufgaben von Vata ist zu sorgen, dass Bewegung in unserem Körper aufrecht erhalten wird. Ohne Bewegung gibt es kein Leben. Glückliche Leichtigkeit, mentalle Einfallsreichtum, Beschwingtheit und Anpassungsfähigkeit sind Ergebnisse  einer gut funktionierenden Vata Dosha. Vata gibt uns innere Weite und beflügelt uns mit neuen Ideen und Impulsen. Sie macht unser Körper beweglich, geschmeidig und anpassungsfähig. Wir fühlen uns kreativ, vital und erfahren innere Lebensfreude.
Zu viel Vata, wie das in den westlichen Ländern häufig der Fall ist, bedeutet zu viel Bewegung in unserem Leben.  Stress, Hektik, Lärm, Sorgen (kreisende Gedanken), längere Reisen, mangelnde Ruhe und Gelassenheit und eine inadäquate Aufnahme von Nährstoffen führen fast zwangsläufig zu einer Vata Störung. Jeder kennt das Gefühl wenn man zu wenig geschlafen hat – die daraus entstehende innere Unruhe und Unbehagen ist eine typische Begleiterscheinung von einem überschüssigen Vata Dosha.

Wenn Vata im Ungleichgewicht ist, spüren wir häufig ein Gefühl von Unbehagen und Unruhe im Bauch. Der Hauptsitz vom Vata ist der Unterleib (Dickdarm, Blase, Genitalorgane). Wenn man in eine Vata-Störung gerät, sammelt sich Vata in diesem Bereich an. Es ist, wie wenn man einen Luftballon aufpumpt: Der Ball expandiert während der Druck von innen zunimmt. Eine Folge sind häufige Blähungen und Stuhlverstopfung. Auch hohe Blutdruck kann entstehen, wenn der innere Vata Druck an den Kreislauf weitergegeben wird.

Klassisches Beispiel einer akuten Vata-Störung: man ist den ganzen Tag unterwegs, entweder mit dem Auto oder den Zug. Am nächsten Tag leidet man unter Stuhlverstopfung. Die Folge einer vorübergehenden Vata Störung aufgrund einer anstrengenden Reise. Meistens braucht man zwei Tage, bis die Sache wieder in Ordnung ist. Wärmende Getränke wie Vata Tee, eine nährende Suppe, eine Ölmassage, ein entspannendes, heißes Bad, früh ins Bett gehen, ein paar Kräuterpresslinge „Vata Balance“  und das Gleichgewicht ist bald wieder hergestellt

Falls unser Lebensstil immer wieder zu Stress, Hektik, Unruhe, Schlafdefizite, mangelnde Nährstoffe, Ängste, Sorgen, etc. führt, haben wir ein ernsthaftes Problem. Dann nämlich kommen wir in einem Dauer-Vata-Zustand. Wenn man nichts dagegen tut, können Burnout Syndrom oder sogar ernsthafte Krankheiten drohen. Hier helfen erfahrungsgemäß zwei Dinge: sich mehr Ruhe gönnen und  ca. 70 verschiedenen organischen Mineralien und Spurenelemente zuführen.

Vor allem die organischen Mineralien bekannt als  Mikromineralien Ur-Essenz können oft eine chronische Vata Störung ausgleichen. Durch die Einnahme spürt man eine verbesserte Stress Resistenz und mehr Energie und Schwung. Durch die Mineralien wird der Schlaf oft tiefer und erholsamer, man kommt morgens schneller in die Gänge.

Ein Übermaß an Vata kann zu Ängstlichkeit, Schwindel, Schlaflosigkeit, Unruhe, Gedankenandrang, übermäßige und unnutze Sorgen und zu einer Art Benommenheit im Kopfbereich (Gehirnnebel) führen. Die Haut und Schleimhäute werden oft zu trocken, was auch zu Verstopfung führen kann, wie auch Gelenk- Schmerzen und Knacksen, weil die Gelenkschmiere fehlt. Viele Schmerzzustände wie Ischias, Kopfschmerzen und Rückenschmerzen entstehen aus einem Übermaß an Vata.

Durch die Vata bedingte Austrocknung der Schleimhäuten im Darmbereich wird die Aufnahme von Nährstoffen behindert. Dies passiert bei zunehmendem Alter. Der Vorgang des Alterns ist auch ein Resultat dieser inneren Austrocknung. Dies trifft auch bei den Knochen zu, wenn Osteoporose droht.

Der Wind (Vata) kann auch das Feuer (Pitta) entweder anheizen (Strohfeuer) oder ganz auslöschen. Wird das Feuer (Pitta) entfacht, können Entzündungen entstehen (Gastritis, Halsentzündung, Fieber, etc.) oder das Pitta wird so stark geschwächt, dass das Verdauungsfeuer darunter leidet.  Damit verliert das Verdauungsfeuer seine Kraft um Verdauungsvorgänge zu tätigen.

Viele Menschen leiden deshalb an einen schwachen Stoffwechsel mit all den unangenehmen Begleiterscheinungen wie Trägheit, Müdigkeit, Depressionen, Gewichtszunahme, weil sie jahrelang eine Vata Störung aufgebaut haben. Das Vata bläst dann das Feuer aus, das Verdauungsfeuer wird dadurch geschwächt und der Mensch beginnt zu verschlacken.

Medizinische Erkenntnisse der letzten Jahre unterstützen diese These: bereits jeder 2. Erwachsene über 50 Jahre verfügt über zu wenig oder sogar keine Magensäure. Wenn Magensäure fehlt, kann Eiweiß in Aminosäuren nicht zerlegt werden und Mineralien nicht aufgenommen werden. Damit bleibt der Körper unterernährt, mit all den Folgen für die Gesundheit und Wohlbefinden.

Therapie einer Vata Störung

Bei der Panchakarma Entschlackungskur werden speziellen Ölanwendungen durchgeführt, wie auch Kräuteröleinläufe, damit überschüssiges Vata eliminiert werden kann. Spezielle ayurvedische Rezepturen und Arzneimittel werden verschrieben. Mehr Ruhe, regelmäßiger Schlaf, meditative Entspannungstechniken, Einhaltung der Biorhythmus, spezielle Ernährungsempfehlungen, selbst durchgeführte Ölmassagen und die Gabe von organischen Mineralien und Spurenelemente (siehe Mikromineralien Ur-Essenz) gleichen Vata aus und führen zu mehr innere Ruhe und Gelassenheit. Durch die Panchakarma Entschlackungskur werden die Srotas (Lymphgefäße, Kapillarien, Zwischenzelluläre Räume) von Schlacken befreit –  eine wichtige Maßnahme damit mehr Leichtigkeit und Gelassenheit im täglichen Leben erfahren werden kann.