Erfahrungsberichte

Eine Erfahrung mit der Panchakarma Kur

Im Winter 2006 ging es mir nicht gut. Ich musste ständig husten und die Nase putzen. Die Kälte wirkte ungünstig auf mich. Ich hatte Schwierigkeiten, Treppen zu steigen. Ich war ständig außer Atmen. Wir wollten ab Mitte Februar zwei Wochen in Mexiko mit der Cousine von Betsy, meine Frau, und andere Familienmitglieder verbringen, eine Reise auf die ich mich sehr gefreut habe. Aber im letzten Moment musste ich absagen und zuhause bleiben weil ich mich nicht im Stande gesehen habe, die Reise zu unternehmen. Was wäre wenn ich dort erkranken würde ? Dann wäre die Party für alle Beteiligten vorbei.

Deswegen blieb ich allein zuhause. Ich bekam weniger und weniger Luft, nicht nur tagsüber sondern auch nachts. Ich bekam Angst. Ich zog ins Erdgeschoß um auf eine Ebene zu wohnen, bestellte Sauerstoff ins Haus, aber nichts schien mir wirklich zu helfen. Nach einer Woche musste schließlich ein Krankenwagen kommen und mich ins nächste Krankenhaus bringen. Die Diagnose lautete „Lungenfibrose.“ Jetzt wusste ich warum ich solche Atemschwierigkeiten hatte. Meine Frau Betsy kam zusammen mit unserer Tochter Olivia frühzeitig von Mexiko zurück. Ich wurde vom Krankenhaus mit Sauerstoff (24 Stunden/7 Tage) plus Cortison entlassen. Ich bekam viel Pflege von Betsy und Olivia sowie ambulante Pflegekräfte.

So lief es für einen Monat, aber so bald ich das Cortison absetzte, selbst unter Sauerstoff, fühlte ich mich energieloser und außer atmen.

Nach einigen Telefonaten mit der Ayurveda Klinik in Feldafing haben wir uns entschlossen, die Panchakarma Kur dort zu machen. Eine Woche, kurz bevor wir aufbrechen wollten, nachdem wir Sauerstoff für das Flugzeug, für die Flughäfen beim umsteigen und die letzte Etappe vom Flughafen München bis Starnberger See organisiert hatten, bekam ich plötzlich wieder eine schwere Attacke: die Atmung versagte komplett. Es war so schlimm und beängstigend, dass ich wieder ins Krankenhaus gehen musste. Aber mit den Ratschlägen des Ayurveda Arztes in Feldafing war es möglich aus dem Krankenhaus auszuchecken und ins Flugzeug einzusteigen. Die Reise verlief dann gut.

Die Kur

Wir mieteten uns in eine Ferienwohnung die von Freunden mit Sauerstoff ausgestattet wurde. Die Behandlung fing sofort nach der Ankunft an. Ich sollte, wegen des Schweregrades der Erkrankung, insgesamt 11 Tage heilfasten – überhaupt kein Essen, aber reichlich Wasser und Ayurveda Tees, Ghee, organische Mineralien, Kräuterpräparate einnehmen und Panchakarma Massagen (3 täglich, Kopf bis zu den Zehen, manchmal von zwei Therapeuten durchführen lassen!) plus Dampfbäder. Alle Anwendungen waren stark aber angenehm zugleich. Ich vertraute dem Arzt und alles, was er mir erklärte, klang logisch und seriös. Mit seiner ermunternden Unterstützung fing ich morgens mit Dehnübungen in unserem sonnigen Wohnzimmer an. Betsy machte eine kürzere Behandlung und fing an die berühmte Ayurveda Kost zu essen. Die gleiche Ernährung die ich auch essen sollte: keine Stärke, außer gesprossenen Roggen und Quinoa, kein Zucker außer Stevia Süßkonzentrat, keine Milchprodukte außer Ziegenkäse und viel Gemüse, Obst und gelegentlich Eigelb, Fisch, Fleich und Hühn, fast roh. Ich nahm weiterhin mein Sauerstoff während der Behandlung auf Empfehlung des Arztes. Nach zwei Wochen in der Ayurveda Klinik, fuhr ich mit Sauerstoff auch nach Hause.

Rekonvaleszenz

Wie ging es mir danach? Ausgezeichnet. Die ersten paar Monate brauchte ich für die meiste Zeit Sauerstoff. Dann, im August konnte ich langsam reduzieren. Im September fing ich an, vom Arzt empfohlene Übungen im Fitness Club durchzuführen: Laufband, Rudern, Ergometer. Hurrah, ich stellte fest, es hat funktioniert. Ich musste natürlich die Bewegung dosieren. Wenn ich Müdigkeit spürte legte oder setzte ich mich einfach hin. Falls ich einen schweren Tag hatte, (vor allem wenn die Familie und Enkelkinder kamen) brauchte ich Sauerstoff nachts. Ich besuchte meinen Hausarzt im Juli. Er war sehr glücklich mit meinen Vitalzeichen, viel besser als die Zeit in Februar, März und April. Im Oktober 2006 konnte ich mit der Einnahme von Sauerstoff komplett aufhören.

Als ich im Oktober mit der Aufnahme von Sauerstoff ganz aufhörte, war mein Hausarzt und ich beide sehr freudig überrascht weil die Sauerstoffkonzentration um 95% lag! Wir waren so glücklich darüber, dass wir in seinem Praxiszimmer spontan herum getanzt haben. Eine zweite Blutaufnahme bestätigte das Ergebnis von 95%! Als er meine Lunge abhorchte, konnte er das übliche Giemen und Pfeifen fast nicht mehr hören, ein Fortschritt gegenüber der Untersuchung im Juli. Da mein Hausarzt ein Schulmediziner und kein Homöopath oder Ayurveda Arzt ist, wusste ich das meine gesundheitliche Erholung gut voran gekommen war.

Ja, ich befinde mich immer noch in einem Genesungsprozess. Zwischendurch habe ich auch tiefe Phasen. Aber mein Leben ist sehr faszinierend und mit vielen Freunden, Partys, Musik, Kunst, Theater und Bewegung ausgelastet. Ich liebe es und jeder erzählt mir dass es wie ein Wunder ist. Inzwischen kann ich es selber glauben. Die Besserung nach der Kur war um 180 Grad besser als vorher. Ich möchte noch weiter fortschreiten und es kann immer noch besser werden, aber es ist auf jeden Fall viel besser und ich bin sehr entzückt über die ganze Entwicklung. Ich bleibe auf jeden Fall noch dran.

Herr D. H., 80 Jahre alt
Maine, USA

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